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Windelgeschichte: Wie Michael zu Windeln kam

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Die längste Windelgeschichte, die bei windelnet je veröffentlicht wurde, hat nicht nur autobiografische Züge, sondern liest sich wie ein Dokument der Zeitgeschichte. Trägt der junge Protagonist zu Anfang noch Krankenhosen (so hießen die Gummihosen in den 70er Jahren), stibitzt seine Freundin in den 80er Jahren die neu aufgekommenen Erwachsenenwindeln. In den 90er Jahren werden dicke Nachtwindeln getragen, und im neuen Jahrtausend wird die Windelleidenschaft auch in Fetisch-Kneipen ausgelebt. Danke an den Autor Dirk!

Schule

Michael hatte wieder mal vergessen in der Pause aufs Klo zu gehen, die andern Schulfreunde gehen in der Pause auch nicht aufs Klo. Jetzt saß er wieder da, die Beine zusammengekniffen und schwitzend, versucht er der Unterrichtstunde zu folgen, konnte sich aber kaum auf den Unterricht konzentrieren. Da endlich ertönte die Stundenklingel und die Schule war aus. Schnell ging er noch mal aufs Klo und wollte dann nach hause. Als Michael aus der Toilette kam, waren alle Türen in der Schule abgeschlossen. Laut rufend rannte er durch die leere Schule. Als der Haus-meister ihn hörte, sagte er „ach du schon wieder ... auf komm ich mach die Tür noch mal auf, aber beeil dich nächstes Mal.“ Zuhause ging es dann weiter. „Wo kommst du denn her?“ „aus der Schule, woher sonst?“ antwortete Michael schnippisch und verärgert. Nach dem Mittagsessen, ging es direkt an die Hausaufgaben. „was hast du den auf?“ fragte die Mutter. „Weiß ich nicht so genau“. sagte Michael. „Wie soll das den werden wenn du erst in der Hauptschule bist?“. Michael besuchte die 4.Klasse der Grundschule, und war ein eher mäßiger Schüler und sollte nach den Ferien in die Hauptschule gehen.

Als es abends ins Bett gehen sollte, sah seine Mutter wieder gelbe Flecken in der Hose. „Schon wieder, kannst du nicht rechtzeitig aufs Klo gehen, oder soll ich dir noch Windeln anzie-hen, du bist doch ein großer Junge!“ Als Michael in seinem Bett lag, starrte er noch lange in das dunkle Zimmer und dachte daran was seine Mutter sagte, „..oder soll ich dir noch Windeln anziehen ..“ „Ja, Windeln wäre doch die Lösung“, dachte er bei sich und schlief ein. Am nächsten Tag wieder das gleiche Spiel, diesmal ging er rechtzeitig in der Pause auf Klo. Aber es traten immer wieder gelbe Flecken auf. Er stellte sich vor wie es wäre, wenn alle Menschen Windeln und Gummihosen tragen würden, immer und überall, da würde er doch nicht auffallen.

Das Jahr verging wie im Flug und Michaels Klassen-lehrer meinte zu seinen Eltern, er würde sich ich in der Hauptschule langweilen, man könnte mal versuchen ob er nicht die 5. Klasse auf der Realschule wiederholen sollte. Michael verließ die Hauptschule um in der Realschule neu anzufangen. Die Schule war modern, mit großen hellen Klassenräumen, einer Bücherei und einer Mensa. Den Schü-lern wurden viele Freiräume eingeräumt, und Michael fand schnell Freunde. Hier sagte keiner etwas, wenn Michael aufstand um auf die Toilette zu gehen.

Nach dem er-folgreichen Besuch der Realschule, meinten die Lehrer Michael könnte jetzt aufs Gymna-sium wechseln, das im gleichen Schulgebäude untergebracht war. „Jetzt ist aber gut“ sag-te die Mutter, „am Ende will er auch noch studieren“.

Daran dache er noch nicht, die 3 Jahre Oberstufe mussten erst erfolgreich absolviert werden. In der ganzen Zeit da-che Michael wenn er allein in seinem Zimmer war, wie es wäre, mit Windeln unter der Kleidung in die Schule zu kommen. „Windeln für Erwachsene gibt es doch nicht, wozu auch. Erwachsene machen nicht in die Hose.“ dachte er. Eines Tages so um die Weih-nachtszeit ging er mit seiner Mutter in die Innenstadt seines Heimatortes Geschenke ein-kaufen. „wir kaufen der Oma ein Blutdruckmessgerät“, sagte seine Mutter und sie gingen in ein Sanitätshaus. Damals konnte man solche Sachen noch nicht beim Discounter be-kommen, sondern nur im Sanitätshaus. Die Verkäuferin zeigte Michaels Mutter einige Ge-räte, und erklärte vor und Nachteile. Michael hingegen interessierte sich nicht dafür, und schaute sich gelangweilt im Laden um. Da fiel ihm eine Frau auf, die sich Windelhosen für Erwachsene zeigen ließ. Sie nahm jede einzelne hoch und schaute sich genau an. Sie sahen genau so aus, wie er sie sich vorgestellt hatte, gelb und mit Druckknöpfen, aber was geredet wurde konnte er nicht verstehen. „Tatsächlich Windelhosen für Erwachsene gibt es doch“ dachte er bei sich und starrte die Frau an. „Schau da nicht hin“ sagte die Mutter, als sie sich für ein Gerät entschieden hatte. „Für was brauch man solche Hosen?“ wollte Michael scheinheilig wissen, „für alte Leute, die das Wasser nicht mehr halten kön-nen, aber du wirst es doch hoffentlich noch lernen!“ sagte sie als ob sie wüsste was in sei-nem Kopf vorging. Er ging dann des Öfteren an dem Sanitätshaus vorbei, bis er eines Ta-ges in der Auslage eine Windelhose ausgestellt war, er betrachtete sie verstohlen, traute sich aber nicht rein zu gehen.

 

Erste Liebe

In seiner neuen Kasse war auch ein Mädchen neu dazugekommen, sie war aus dem vorherigen Jahrgang sitzen geblieben, die restlichen Mitschüler waren seit der 5. Klasse mehr oder minder zusammen geblieben. So wurde Charlotte, so hieß das Mädchen, kurzerhand neben Michael gesetzt. Die beiden Neulinge verstanden sich prächtig, zumal Charlottes schwächstes Fach Ma-thematik Michaels stärkstes war. Irgendwann hatte es gefunkt und Michael und Charlotte waren ein Paar. Charlotte war aus gutem Haus, ihr Vater war ein hohes Tier in der Verwal-tung eines großen Industriebetriebs, der größte Arbeitgeber der Stadt. Michaels Vater war Arbeiter am Band in der gleichen Firma. Dieser Unterschied war Michael und Charlotte völlig egal, sie hatten sich und ihre Liebe. Charlottes Leistungen wurden trotz der Nachhil-fe von Michael, immer schlechter, und sie wurde nicht in die 12. Klasse versetzt. Charlot-tes Eltern kreideten es Michael an, er hätte ihre Tochter vom Lernen abgehalten. Trotz dieser Widrigkeiten blieben sie zusammen, auch als Charlotte eine Ausbildung zur Pflege körperlich und geistig behinderter Jugendlichen begann. Diese Privatschule befand sich in einem weit entfernten Ort in Südbaden, mit angeschlossenem Internat. Ihr Vater hatte ihr die Stelle besorgt, da er den Leiter gut kannte. Sie sahen sich nur noch am Wochenende.

Unter der Woche ging Michael oft an dem Sanitätshaus vorbei, und war jedes Mal enttäuscht, wenn die Sachen wieder weggeräumt wurden, freute sich aber auch jedes Mal wenn Windeln ausgestellt wurden.

 

Die Windelanprobe

Das Abitur war bestanden, und bis zur Einberufung waren es noch etwa 14 Tage, hatte Char-lotte natürlich keine Zeit, so fuhr Michael ein paar Tage allein in Urlaub in den Allgäu. Als er genug von den vielen Bergen hatte, fuhr er in die nächste Stadt. Da kam er an einem kleinen Sanitätshaus vorbei und betrachtete die Auslagen. Da lag eine Krankenhose (Gummihose sagte man nicht) mit einem Preisschild „17 DM“. Michael wurde heiß und kalt, sollte er es wirklich tun? Er ging vorbei und in ein nahegelegenes Eiscafé, setze sich an einen kleinen Tisch an der Straße, bestellte ein Eis und grübelte. Dann stand der Ent-schluss fest: „Ich kaufe mir eine Gummihose!“. Er ging schnellen Schrittes hinüber zu dem Sanitätshaus und ging hinein. Es war ein dunkler, muffiger Laden, aber er war allein. Es hätte auch anders sein können, da der Laden von außen nicht einzusehen war. Eine Frau, Mitte 50, sage freundlich: „bitte, Sie wünschen?“, „Guten Tag, ich hätte gern eine Kran-kenhose.“ „Welche Größe?“ fragte sie zurück. Michael stockte der Atem, darüber hatte er sich noch keine Gedanken gemacht. Bevor Michael etwas sagen konnte, meinte sie „40 müsste passen, oder 42, Sie können ja mal anprobieren“. Michael hatte so ziemlich mit allem gerechtet aber nicht damit. Die Verkäuferin zog eine Hose aus ihrer orange-roten Verpackung und ging nach hinten durch zu den Kabinen. Sie öffnete einen Vorhang und gab Michael die Hose in die Hand. „Aber bitte über die Unterhose!“ rief sie noch, später noch „passt sie? Oder wollen Sie noch die größere probieren?“ schon streckte eine Hand die Hose durch den Vorhang. Michael probierte beide Hosen an, da meine die Stimme: „Sie müssen noch bedenken da kommen noch Einlagen hinein“ (Windeln sagte man nicht). „Ja“ sagte Michael und kam nach der Anprobe mit beiden Hosen zurück an den Tresen. „ich nehme die 40er“ sagte Michael, und die Verkäuferin steckte die beiden Hosen wieder in die Verpackung, um sie gleich wieder auszupacken um nachzusehen ob die rich-tige Hose in der richtigen Verpackung steckt. Sie legt die verpackte Hose vor Michael auf den Tresen und sagte: „So. Was nehmen wir für Einlagen, ich schau mal was ich an Mu-stern da habe“ und verschwand. Da kam sie mit einem großen Packet Windeln zurück und breitete sie vor Michael aus. Sie begann sie zu sortieren, manche waren groß wie Bettun-terlagen andere klein wie Damenbinden. Die ihr die richtige Größe schienen legte sie auf einen Stapel, die andern legte sie weg. Sie zog eine große weiße Tüte hervor und packte alles hinein. Michael bezahlte nur die Krankenhose und wollte fast gehen, da meinte sie noch: „Sie können die Hose auch hier in der Kabine anziehen!“, Michael wollte schon „nein Danke zu sagen“ sagen, hörte aber „Ja, gern“ aus seinem Mund kommen. Er holte die Hose aus der Tüte und der Verpackung und wollte schon Richtung Kabine gehen, da drückte sie ihm noch eine Einlage in die Hand. Als er den Vorhang hinter sich zugezogen hatte hörte er Stimmen im Laden, ein weiterer Kunde war gekommen. Michael zog sich Hose und Unterhose aus und zog die Krankenhose bis zu den Knien, legte die Einlage hinein, und zog sie hoch, dann zog er so schnell wie möglich Hose und Schuhe wieder an. Die weiße Tüte stand nicht mehr auf dem Tresen, aber als ihn die Verkäuferin sah kam sie mit der Tüte auf ihn zu und übergab sie ihm mit einem verschmitzen Lächeln: „…und geht’s?“, „Ja“ sagte Michael „etwas ungewohnt, und zwickt ein wenig.“ „Da gewöhnt man sich daran.“ Hochzufrieden verließ Michael den Laden, und ging zügig zu seinem Auto um die Tüte im Kofferraum zu verstauen. Er schlenderte noch durch die Stadt bis die Sonne unterging und fuhr wieder in die Pension. Wie konnte er nun die große, weiße Tüte mit dem Aufdruck des Sanitätshauses an dem Empfang vorbeischmuggeln, wo er ja auch noch selbst Windeln trug. Er ging an den Kofferraum holte sich eine Einlage heraus rollte sie zusammen und steckte sie in die Innentasche der Jacke. Als er an der Concierge vor-bei kam gab ihm die Zimmerwirtin mit einem „Guten Abend“ die Schlüssel. Er ging auf sein Zimmer und schloss die Tür hinter sich ab und setzte sich auf sein Bett. Er hatte verges-sen Charlotte anzurufen, dafür war es jetzt zu spät. Das Zimmer hatte kein Telefon, und das Münztelefon war im Frühstücksraum. „Sie wird mal ohne meinen Anruf schlafen kön-nen“. Er zog sich bis auf die Windelhose aus und ging ins Bett. Der nächste Tag war der Tag der Abreise. Michael packte alles in seine Koffer, Windelhose, getragene und nicht getragene Einlage, er hatte sie nicht benutzt. Er bezahlte und fuhr wieder Richtung Hei-mat.

In den nächsten Tagen trug er die Windelhose meist nachts mit Einlagen, solange noch welche da waren, dann oh-ne.

 

Urlaubsvorbereitungen

Noch am Abend rief er Charlotte an, um sich zu entschuldigen. Charlotte sagte am Telefon "den ganzen Abend habe ich ge-wartet und kein Auge zugemacht." er sollte sich schlecht fühlen. Er hörte sich alle Vorwür-fe in Ruhe an, und verabschiedete sich. Am nächsten Morgen am Bahnhof an Gleis 12 einzufinden, wo der Sonderzug der Bundeswehr wartete. Von dann ging alles sehr schnell: die erste Woche war ausgefüllt mit Einkleiden, Stubenbezug, und ersten Übungen auf dem Kasernenhof.

Auch Bundeswehrsoldaten haben Urlaub. Er hatte seinen Urlaub genau in die Ferien von Charlotte gelegt, damit sie endlich nach so langer Zeit ein paar Tage gemeinsam verreisen konnten. Er suchte ein kleines Hotel heraus und bestellte ein Doppelzimmer, schließlich waren beide erwachsen.

Michael hatte bereits Urlaub, und Charlotte noch nicht, so stand er mit weichen Knien und verschwitzten Händen wieder vor dem Sanitätshaus seiner Heimatstadt. Er ging hinein und verlangte eine Krankenhose Größe 40. Vielleicht darf er wieder anprobieren, dachte er, aber falsch gedacht. „was für eine?" wollte die Verkäuferin wissen. Es gab also verschiedene! "zum knöpfen oder zum schlüpfen?" setzte sie nach als sie keine Antwort hörte. Leicht genervt fragte die Verkäufe-rin: „Sie müssen doch wissen, ist die Person bettlägerig, oder kann sie aufstehen und sich selbst anziehen?“, Michael war noch mehr verwirrt, dachte er doch an die gutmütige Ver-käuferin, an seinem Urlaubsort, er war geneigt sofort wieder zu gehen, traute sich aber nicht. „Sie kann sich selbst anziehen!“ sagte er. „Da können wir eine zum Schlüpfen neh-men. Sie werden aber auch Windeln (sie sagte dieses Wort) brauchen. Ich empfehle die Endloswindeln, die kann man nach Bedarf abschneiden, oder sogar doppelt nehmen.“ „Hier“ sagte sie und zeigte auf die Öffnung oben am Bund: „Kommt die Windel (schon wieder) rein.“ Michael bezahlte, aber die Verkäuferin meinte: „Sie müssen mal den Arzt fragen, Windeln kann man auch auf Rezept bekommen.“ Michael steckte das Wechselgeld und die Quittung ein, und ging. In diesen Laden ging er nie wieder, dass schwor er sich. Er hatte sich das Einkaufen ganz anders vorgestellt, was für ein Horrortrip. Was hatte er doch lange vor den Auslagen gestanden und dann ist das so ein sch... Laden.

 

Urlaub mit Charlotte

Am nächsten Tag holte er Charlotte bei ihren Eltern ab, es kam keiner heraus um Lebewohl zu sagen. Sie stieg zu ihm in den Wa-gen, ein flüchtiges Küsschen und los ging die Fahrt. Die A5 war wieder voll an dem Mor-gen, in Freiburg fuhren sie ab und durchs Höllental rauf, an Neustadt vorbei bis fast nach Donaueschingen. Sie hielten in einem kleinen Dorf und gingen zum Hotel zur Post. Als die Formalitäten erledigt waren bezogen sie die Zimmer. Michael hatte natürlich die Gummi-hosen und die Windeln eingepackt, verbarg sie aber beim Einräumen in den Schrank, vor Charlottes Blicken. Sie machten lange Spaziergänge in der Umgebung und nach einem reichhaltigen Abendessen in dem hoteleigenen Restaurant gingen sie zu Bett. Michael gab Charlotte den Vortritt sich im Bad fertig zu machen. Als er alleine im Bad war, zog er sich die Windelhose an, in der er vorher eine Windel zwischen die Folie und die Stoff gelegt hatte, an. Er schnitt ein zweites stück Windel ab und legte es in die andere Windelhose, und faltete sie zusammen. Und schlüpfte zu Charlotte ins Bett. Lange hatten sie auf die-sen Augenblick gewartet: Als Charlottes Hand die glatte Folie von Michaels Windelhose ertastete sagte sie „Was ist das?“, Michael sagte nichts, legte aber ihre Hand wieder an den Platz. „Willst du auch?“ fragte er leise, „ich weiß nicht“ sagte sie, aber Michael griff neben sich, am Bettrand lag die Windelhose, die für Charlotte vorgesehen war und zog sie unter die Bettdecke, vorsichtig zog er Charlottes Höschen aus um dann ihr die Windelhose anzuziehen. „Und wie fühlt es sich an?“ wollte Michael wissen „Angenehm, glatt und warm“ bekam er zur Antwort. Sie behielten aber die Hosen nicht lange an … und schliefen ein. Michael wurde als erstes wach, und sammelte alles ein und versteckte es im Schrank. Vorsichtig weckte er Charlotte mit Küssen. Mit verschlafenen Augen schaute sie ihn an „Was schon wieder Morgen, ich hatte so schön geträumt“ „von mir, hoffe ich?“ gab er zur Antwort, Charlotte lächelte sagte aber nichts. „Wollen wir uns die Windelhosen nochmals anziehen, wenn wir nach Freiburg fahren und das Münster besuchen?“ wollte Michael wis-sen. „das sieht man doch unter der Kleidung“ gab sie zu Bedenken. „und siehst du was?“ fragte er und drehte sich um „Na gut“ sagte sie nach einigem Zögern. Michael half ihr beim Anziehen der Gummihose. Sie zog sich eine Jeans und einen fülligen Norweger-Pullover an, er trug auch eine Jeans aber ein normales Oberhemd. So gewindelt, gingen sie zum Frühstück. „Das muss man doch sehen?“ sagte sie, „schau doch bei mir, das sieht man nicht!“ erhielt sie als Antwort. Wenn man genau hinschaute, war die eckige Windel am Po zu sehen, aber wenn man nicht darauf schaut, würde es niemanden auffallen, höchsten fällt der Gang auf und der Versuch niemanden den Rücken zuzuwenden.

Sie gin-gen gemütlich durch die Fußgängerzone in Freiburg und sie besuchten das Münster. Da meinte Charlotte: „du ich muss mal aufs Klo!“. „Warum, du hast doch Windeln an!“, „das kann ich nicht!“ „Doch, ich hab es schon zweimal gemacht, einmal sogar in der Kirche“ „Gotteslästerer!“ bekam er zur hören. Sie setzten sich auf eine Bank und schwiegen sich an. Dann konnte Charlotte nicht mehr einhalten und ließ es einfach laufen.“ Im ersten Moment war es ein befreiendes Gefühl, dann begann sich Charlottes Gesicht zu verdun-keln. „Jetzt habe ich es laufen lassen.“ sagte sie. „Gut, steh mal auf!“ Charlotte stand vor-sichtig auf tastete über ihren Po und stellte fest das alles trocken war, die Windel hatte ihre Aufgabe erfüllt. Vergnügt gingen sie Hand in Hand durch die Stadt. Als sie wieder im Hotel ankamen, hatten sich doch dunkle Flecken an Charlottes Hose gebildet, genau da wo die Windelhose aufhörte. Es sah aus als ob sie auf einer nassen Stange gesessen hatte, nicht nach dem dass eine Windel überfordert wurde. „Jetzt, ist meine Hose doch nass“ sagte sie und lachte dabei. „Du musst mich gleich frisch windeln!“ sie gingen gleich auf ihr Zimmer, und Michael zog Charlotte die Hose aus. Die Windel war wirklich voll, vorsichtig zog er ihr die Windel aus, und wusch sie untenherum. Diese Art Windeln hatten den Vorteil, dass sie in der Toilette entsorgt werden konnten, was Michael dann auch tat. Der Stoff mit dem die Windelhose innen ausgekleidet war, war natürlich auch nass, und so schnell bekam man die nicht trocken. Michael legte eine Windel in eine Unterhose von Charlotte und zog sie ihr an. „Was ist, weiter?“ bekam er zu hören. Da nahm Michael eine frische Jeans aus Charlottes Teil des Schrankes, und zog sie ihr über den gewindelten Po. „Denk dran, du hast jetzt ist keine Gummihose darüber an.“ gab er ihr zu bedenken, und zog sich selbst eine normale Unterhose ohne Windel an darüber wieder die Jeans. Die beiden Windelho-sen wusch er und legte sie über die Heizung zum trocknen. So gingen sie zum Abendes-sen in das Hotelrestaurant. Sie setzten sich wieder auf die gleichen Plätzen in der Ecke am Fenster.

Zu dem Essen tranken sie reichlich Wein und irgendwann waren bei-de ziemlich beschwipst, da sagte Charlotte mit einem Lächeln auf den Lippen: „ich habe es wieder laufen lassen“. Tatsächlich als sie aufstand hatte der Polsterstuhl und ihre Hose einen großen dunklen Fleck. Sie fing an zu lachen, so dass alle anderen Gäste zu schau-en begannen. Ein Kellner kam an den Tisch und sagte „Kein Problem, bringen Sie sie erstmal ins Bett, um den Rest kümmern wir uns!“ Als wäre die Situation nicht schon pein-lich genug, setzte sie noch einen drauf und rief „Siehst du, du hättest mir doch die Gum-mihose über die Windel anziehen sollen!“. Keiner lachte, nur sie. Bis er sie im Zimmer hat-te, war ihre Hose bis zu den Beinen komplett nass gepinkelt. „Man bin ich betrunken“ sag-te sie und fiel in einen komatösen Schlaf. Michael zog sie aus und legte ihr die Windelho-se, die inzwischen getrocknet war, mit einem doppelten Paket Windeln an und deckte sie zu, die Hose wusch er im Bad aus und hing sie zu der anderen über die Heizung, dann ging er auch schlafen nicht ohne immer wieder nach ihr zu schauen.

Unsanft wur-de er geweckt, als Charlotte ihn rüttelte: „Mann ich hab vielleicht einen Brummschädel! Kannst du mir ein Aspirin besorgen.“ Michael zog sich notdürftig an und ging zur Rezepti-on. Obwohl niemand vom Abenddienst mehr da war, fragte die Dame an der Rezeption: „und wie geht’s ihrer Frau?“. „sie bräuchte ein Aspirin.“ Sie kramte in einer Schublade und gab ihm eine Brausetablette. Michael nahm sie und ging auf ihr Zimmer. Dort saß sie wie ein Häufchen Elend im Bett und jammerte. Michael nahm einen Zahnputzbecher aus dem Bad, spülte ihn aus, füllte ihn halb mit Wasser und warf die Brausetablette hinein. Charlot-te trank in einem Zug aus und ließ sich wieder ins Bett fallen. „Ich war ganz schön besof-fen gestern“ sagte sie und schlief ein. Michael weckte sie wieder, denn es war der Abrei-setag. Er packe seine und auch ihren Koffer, legte aber ein Rock ein T-Shirt und Unterwä-sche raus. Langsam zog sie die Windelhose aus, die nicht nass war, und zog die bereitge-legten Kleider an. Sie gingen beide, Charlotte auf Michael gestützt, herunter um zu früh-stücken. Carlotte trank nur einen Kaffee aber Michael holte sich das ganze Programm. Danach beglichen sie die Rechnung und Michael legte noch ein großes Trinkgeld drauf „Für den Stuhl“.

Als sie wieder zuhause ankamen setzte er sie bei Ihrem Eltern-haus ab, und Michael fuhr nach hause.

Am nächsten Tag war wieder Sonntag: der Tag an dem er wieder in der Kaserne erscheinen musste. Nach einem kurzen Telefonat setze er sich ins Auto und fuhr wieder Richtung Kassel, wo die Kaserne war.

 

Der große Krach

Am nächsten Wochenende begrüßte ihn seine Mutter mit den Worten „ruf mal Charlotte an, da ist was passiert!“. Er ließ seinen Seesack im Hausflur stehen und rannte ans Telefon. Am andern Ende meldete sich Char-lottes Vater „Sehe zu dass du herkommst, wir haben mit dir zu reden!“. Was war das denn, er und Charlottes Vater konnten sich noch nie leiden, sie gingen sich eher aus dem Weg, als dass er die Konfrontation suchte. Michael setze sich sofort wieder in sein Auto und fuhr hin. Er hatte kaum den Finger von der Klingel genommen wurde die Tür aufgerissen. Es war Charlottes Vater, der ihm unmissverständlich klarmachte herein zukommen, und dann ging es los: „Du perverse Sau, was hast mit unserer Tochter gemacht, wo hast du sie hi-neingezogen in deine perversen Spiele …“ und so weiter und so weiter. Nach dem das Wort „Pervers“ zum drittem mal gefallen war hörte er nicht mehr hin. Er beobachtete wie Charlotte in der Ecke am Esszimmertisch saß und weinte. „… so du wirst unsere Tochter nie wieder sehen, halte dich bloß von ihr fern, sonst hetze ich dir die Polizei auf den Hals“. Michael musste nur lachen, „Und was sagt Charlotte dazu?“ fragte er „Sie hat uns alles erzählt, sie will dich nie wieder sehen und jetzt geh!“ Als Michael wieder auf der Straße stand, fiel die Eingangstür donnernd ins Schloss. Die Stimme von Charlottes Vater war noch auf der Straße zu hören. Michael zog den Ring ab, den er als Zeichen ihrer Liebe trug ab und warf ihn in den Briefkasten, setze sich ins Auto und fuhr heim.

Michael und Charlotte gingen ab diesem Tag getrennte Wege.

 

Charlottes Feh-ler

Was war passiert: Charlotte wurde wieder von Ihren Eltern zurück in das Inter-nat gefahren. Sie sang vergnügt, als sie, wie es sonst auch Tradition war, ein Stück Auto-bahn selbst ans Steuer durfte. Charlottes Vater saß neben Ihr und gab wie immer, mehr oder minder kluge Ratschläge. Beim Internat angekommen half Charlottes Mutter ihr beim Einräumen des Schrankes und verabschiedeten sich. Am nächsten Tag war sie wieder mit Wecken und Versorgen der Jugendlichen betraut und danach sollte sie die Lieferung an Sanitätsprodukten in den Zimmern einräumen. Sie holte sich einen Wagen und ging in den Pflegeraum. Dort lagen auf einem Kolli Pakete der neuartigen Inkontinenz-Slips, nach Pampers-Art in verschiedenen Größen, Bettunterlagen, Reinigungssprays und Zellstoff. Sie begann die Packungen aufzureißen und den Inhalt auf den Wagen zu stapeln, legte noch ein paar verschlossene Pakete unten in den Wagen hinein und ging von Zimmer zu Zimmer. Die Putzfrauen waren gerade dabei den Boden der leeren Zimmer zu reinigen. Charlotte füllte die Schränke über der Badtür auf. Sie musste sich jedes Mal einen Stuhl holen um hinauf zu gelangen. Als sie damit fertig war, war noch ein Paket nicht angebro-chen. Sie betrachte das Paket und überlegte nur einen kleinen Moment, stellte das Paket in den Putzschrank, und legte die Putzlappen und Reinigungsmittel darüber um das Paket zu verstecken. „Bis morgen kann es da liegen bleiben, aber dann kommen die Putzfrauen wieder und holen die Putzlappen.“ Dachte sie sich.

Sie verrichtete den restlichen Dienst, bis zur Mittagspause. Am Nachmittag war es ihre Aufgabe die Jugendlichen bei ihren Hausaufgaben zu betreuen. Um 17:00 Uhr war Dienstschluss, nach dem Abendes-sen ging sie auf ihr Zimmer das im Nachbargebäude war. Sie wartete bis es etwa 20:00Uhr war, dann öffnete sie ihren Schrank und saß nach, ob etwas Brauchbares zum Verstecken des Windelpaketes geeignet sein könnte. Ihr Blick fiel auf ihren Koffer, einen Trolli, der leer war. Sie nahm ihn und ging aus dem Zimmer. Zum Glück begegnete ihr niemand, als sie das Gebäude verließ. Sie ging hinüber zum Gebäude der Bewohner und fuhr mit dem Lift auf ihre Station. Die meisten Patienten schliefen schon, aber einige sa-ßen mit ihren Betreuer(innen) da, und spieltet im Gemeinschaftsraum. Sie schlich sich in den Putzraum, packte das Windelpaket in ihren Trolli und ging schnellen Schrittes zum Lift. Sie trug den Trolli, damit die Rollen kein Geräusch machten. Als sie das Gebäude ver-ließ, stellte sie den Trolli auf seine Räder und schlenderte vergnügt, zum Schwestern-wohnheim. In ihrem Zimmer angekommen öffnete sie den Trolli, und betrachtete erst ein-mal das Paket, bevor sie es öffnete und eine Windel herausnahm. Sie hatte schon hunder-te male Windeln aus dem Paket genommen, gerade an diesem Tag, aber jetzt war es et-was anderes. Sie war im Begriff sich die Windel selbst anzuziehen. Sie überlegte wie sie dies fertig bringen würde, hatte sie doch ihren Patienten unter deren Mithilfe die Windeln immer im Bett angelegt. Sie schaute sich die Verpackung nochmals genau an und sah eine Schemazeichnung, woraus erkennbar war, man solle sie sich im stehen gegen eine Wand gelehnt anlegen. So legte sie sich die Windel an und setzte sich aufs Bett, unwillkür-lich wurde es warm in ihrem Schritt, sie hat es laufenlassen, aber nichts ist nach außen getreten. Dann lege sie sich ins Bett und schlief ein. Als der Wecker klingelte, stand sie auf entledigte sich der mittlerweile schwer gewordenen Windel, duschte zog sich an und ging zum Frühstück. Als sie auf ihre Station gehen wollte passte sie der Leiter des Hei-mes, seine Sekretärin und noch andere Pflegekräfte ab. Der Leiter fragte: „Haben Sie ir-gendwelche gesundheitliche Probleme, von denen wir wissen sollten?“. Charlotte wusste im ersten Moment nicht wovon er sprach antwortete aber mit „nein“. „Sie sind gesehen worden wie sie eine Packung Pampers an sich genommen haben, das ist Diebstahl und führt zu einem Verweis der Schule, ist das ihnen klar!“ er sprach ganz ruhig. „Bitte gehen Sie jetzt auf ihr Zimmer, wir werden jetzt ihren Vater informieren.“ Der Leiter und Charlot-tes Vater waren Jugendfreunde. Noch am selben Tag um die Mittagszeit saßen Charlottes Vater, Herr Dr. Stein, der Leiter, und Charlotte in Dr. Steins Arbeitzimmer. Charlotte war aufgelöst und hörte nicht mehr auf zu weinen. Sie erzählte die ganze Geschichte, immer wieder durch Schluchzer unterbrochen. Charlotte Vaters Kopf wurde immer roter und drohte zu zerplatzen: „den siehst du nie wieder!“, mit „den“ meine er Michael. „Irgendwas muss ich machen, das musst du verstehen“ sagte Dr. Stein zu Charlottes Vater „sonst werde ich unglaubwürdig, jemand hat seine Enddeckung gemeldet, wenn jetzt nichts pas-siert, das kann ich mir nicht leisten, auch wenn wir befreundet sind.“ „Du kannst sie doch nicht vor die Tür setzen?“ flehte er Dr. Stein an, „Ich muss …“. Nach einer Atempause sagte er „in Lörach ist ein eine ähnliches Haus, dort könnte sie ihre Ausbildung fortsetzen.“ „Was müssen wir tun, damit sie hierbleiben kann, ich komme für den Schaden auf. An das naheliegende hat keiner gedacht, sie als Blasenkrank auszugeben und zum Arzt zu schic-ken. Charlottes Vater kaufte neue Fernseher für die Aufenthaltsräume und Charlotte durfte bleiben. Die Kollegin die sie entdeckt hatte bekam ein Schweigegeld, und verpflichtete sich keinem davon zu erzählen.

 

Die neue Liebe

Die Bundes-wehrzeit war zu Ende und Michael begann Betriebswirtschaft zu studieren, zog zuhause aus und begann ein eigenständiges Leben zu führen. Michael trug zeitweise jeden Tag Windeln und war wieder wochenlang abstinent. In dieser Zeit begann eine Studienkollegin sein Interesse zu wecken, aber sie schien einen festen Freund zu haben, denn sie schimpfte immer über ihren „Macker“. Sie müsse ihn überall hinfahren da er ohne Führer-schein, alkoholisiert einen Unfall, zum Glück ohne Personenschaden, verursacht hat. Er hat eine Bewährungsstrafe bekommen und konnte sich nicht erlauben nochmals auffällig zu werden.

Eines Abends lud Julia einige Studienfreunde, auch Michael, zu einer Geburtstagsparty ein. Sie bat Michael ob er ihr bei der Ausrichtung der Feier helfen könne. Sie gingen in den Getränkehandel und kauften ein ganzes Auto von Bier, Cola, Fanta, Wein und Knabbereien. „Hast du die den gesamten Kurs eingeladen?“ wollte er wissen. „Nein, nur die engsten Freunde“ bekam er zur Antwort. Später holten sie noch drei nicht gebackene Fleischkäse und eine Kiste Brötchen. Dann kamen die 30 besten Freunde zu ihr in die Einzimmer-Wohnung. Michael kannte viele der Gäste, aber einige nicht, sie stammten aus Julias Heimat. Als sich die Party dem Ende neigte, hatte sich Michael, der Julia half die Gäste zu bewirten, auch einen Affen angetrunken, er war nicht mehr in der Lage heim zu fahren. Julia bat ihn doch bei ihr zu bleiben. Als das Zimmer notdürftig auf-geräumt war, sagte sie: „ich glaube, jetzt sollten wir schlafen gehen, du kannst hier bei mir schlafen, das Bett ist breit genug“. Michael, zog sich aus und legte sich hinten an die Wand, und als Julie ins Bett kam wünschten sie sich „Gute Nacht“ und sie taten so, als ob sie schliefen.

Der Raum war dunkel und still, jeder hörte nur die Atemgeräusch des anderen. Michael traue sich nicht sich zu bewegen, aber Julia bewegte ständig Arme und Beine, sie konnte nicht schlafen. Bei einer Bewegung, streichelte unbeabsichtigt sie seine Wange. Er fing ihre Hand ein und küsste sie, da zu sie seine Hand zu sich und küss-te sie ebenfalls, und liege sie auf ihre Brust. Sie war weich und warm, aber Michaels Hand suchte sich den Weg nach unten. Unten angekommen zog er Julia ganz vorsichtig ihr Hö-schen aus, Sie wehrte sich nicht, sonder befreite auch Michael von seiner Hose. Sie ku-schelten noch eine Weile, bis sich Michael zwischen Julias Beinen wiederfand. Jetzt fan-den sie den Schlaf.

 

Morgens beim Frühstückstisch verhielten sie sich als wären sie schon lange verheiratet. Michael erzählte ihr nichts von seiner Windelnleiden-schaft, denn er dachte diese könne er mit einer festen Beziehung überwinden. Als Michael und Julia zusammenzogen, glaubte er seine Leidenschaft endgültig überwunden zu ha-ben. Als sie das Studium beendet hatten, und jeder einen festen Job hatte, wurde geheira-tet und sie zogen in eine größere Wohnung. (4 Zimmer 120 m²)

Das Internet trat aus dem Schattendasein der EDV-Freaks heraus und immer mehr normale Menschen, kauften sich einen Computer, und holten sich einen Internetanschluss. So auch Michael.

Es war fantastisch welche neuen Möglichkeiten das Internet bot. Irgendwann be-gann er wieder nach Windeln zu suchen und fand eine ganze Community. Es gab viele wie er, die Windeln trugen und Spaß dabei hatten, da wuchs wieder der Wunsch selbst welche zu tragen, bis er in einem Sanitätshaus stand und sich wieder eindeckte. Diesmal waren es Windelslips und eine Suprima-Hose ohne Stoff für drüber. Julia sollte von dem alles nichts wissen. Michael versuchte Julia von seiner Windelleidenschaft zu erzählen, aber sie hörte nicht zu, sie verstand Michaels Andeutungen nicht, und hakte nicht nach, was Michael sich so erhofft hatte.

Von da an führte Michael ein Parallelleben in Windeln. Da er oft im Außendienst war konnte er im Hotelzimmer seiner Leidenschaft aus-leben, aber immer allein. Julia wollte von dem allem nicht wissen. Als er sich allen Mut zusammennahm und ihr erklärte was er insgeheim machte, war sie empört und sagte: „du hörst damit auf, am besten du machst eine Therapie!“.

 

Der Ver-such

Michael, der mit Julia um jeden Preis zusammenbleiben wollte, willigte ein und begann eine Therapie.

Nach den administrativen Gespräch über Name, Wohnort, Alter und Krankenkassennummer, kam die Frage: „Was führt Sie zu mir?“. Nach einem Moment des Schweigens sagte Michael: „Ich liebe es Windeln, zu tragen.“ Die The-rapeutin war wenig überrascht, und sagte: „und?!“ als müsse da noch was kommen. „So eine Leidenschaft kann nicht behandelt werden, es besteht auch nicht unbedingt die Not-wendigkeit dazu.“ Nach einer Pause: „Wenn Sie es dennoch wirklich wünschen, können wir es mal versuchen.“ Michael bestand aber darauf, so wurde die Behandlung begonnen.

Michael sollte ein Tagebuch führen: er sollte die Zeiten und Situationen aufschrei-ben wann er die Lust verspürte, und wann er diesem Drang nachgegangen ist.

Zur Ablenkung wurde empfohlen, wieder seinen früheren Hobbys nachzugehen. Er sollte öf-ters auch mit Julia über seine Probleme sprechen, und auch mal wieder abends weg ge-hen, zu Konzerten oder nur auswärts Essen.

In einer Sitzung machten sie eine Visualisierung, eine Art Vorstufe zur Hypnose, man versucht sich vorzustellen in einem anderen Raum und einer andern Zeit zu sein. Michael dachte an sein Zimmer bei seinen Eltern, mit der 70ger Jahre Tapete an der Wand, wie es da roch, leicht nach einem alten Gasofen. In welchem Schrank er die Windeln versteckte und sie die Mutter dennoch ge-funden hatte. Er sollte seine Eindrücke erzählen. Er versprach der Therapeutin zu den Sit-zungen ohne Windeln zu erscheinen.

Nach den 10 Sitzungen war die Therapie beendet und Michael fühlte sich wie von einem Zwang befreit. An die Windeln dachte er nur noch selten.

Julia und Michael hatten einen Urlaub an der Nordsee geplant. Sie fuhren mit dem Auto Richtung Bensersiel, alle Stunde sagte Julia: „du ich muss mal“ und Michael fuhr auf den nächsten Parkplatz. Auf dem letzten Stück Autobahn gab es kei-nen Parkplatz, oder Rasthof mehr. Julia begann zu schwitzen und sich vor Krämpfen zu winden. „Wenn nicht bald ein Parkplatz kommt mache ich in die Hose.“ Jammerte sie. „Du hast es ja einfach, du ziehst dir ne Windel an und läst es laufen“. „Das könntest du auch.“ sagte Michael „Nie im Leben!“ antwortete Julia. Als sich doch ein Parkplatz ankündigte war das Gespräch vergessen, zumindest von Julia. Michael dachte noch oft darüber nach. Jetzt hatte er unter Entbehrungen, sich von seiner Leidenschaft losgesagt, dies war aber scheinbar bei seiner Frau noch nicht angekommen. Abends bei einem Glas Wein auf der Terrasse, suchte Michael das Gespräch: „Ich wollte dir nur sagen, ich trage seit der The-rapie keine Windeln mehr!“, „Es interessiert mich nicht was du machst, wenn ich nicht da-bei bin“ und die Diskussion war beendet.

„Wenn sie sich nicht dafür interessiert, warum habe ich denn die Therapie gemacht, warum quäle ich mich damit, die Gedanken an Windeln zu verdrängen, warum“ dachte er bei sich, und anstatt eine Diskussion anzu-fangen, schwieg er und schaute in die Nacht.

Der Urlaub war kaum vorbei, ging er nach der Arbeit zu einem Sanitätshaus und kaufte sich wieder welche. Auf einem ver-steckten Parkplatz zog er sich eine im Auto an. Zuhause angekommen versteckte er die Packung in seinem Bastelkeller.

 

Der Unfall

Eines Tages sollte Michael mit einem Kollegen Jürgen nach Köln fahren. Jürgen holte Michael von zuhause ab. Michael hatte sich gewindelt. Jürgen fuhr sehr schnell über die Autobahn, obwohl es in Strömen regnete. Eigentlich war er ein sicherer Fahrer, aber da tauchten plötzlich rote Lichter vor ihnen auf. Jürgen versuchte das Fahrzeug von der Überholspur auf die Stand-spur zu lenken. Das ABS knatterte und der ganze Wagen wurde durchgeschüttelt, da übersah er aber das Fahrzeug dass neben ihm auf der normalen Spur fuhr, streife es und kam ins schleudern. Nach etlichen Umdrehungen kamen sie gegen die Fahrtrichtung auf dem Standstreifen zum stehen, Michael ist ohnmächtig geworden, Jürgen hatte nur eine Platzwunde am Kopf. Bei den ganzen Drehungen ist ein anders Fahrzeug in die Beifahrer-seite gekracht. Michael wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik ge-bracht, noch während des Fuges kam Michael wieder zu sich, wurde aber gleich wieder ruhig gestellt. Als die Schwestern Michael entkleideten, waren sie nicht im Mindesten er-staunt, was er unter seiner Kleidung trug. Sie legten ihm einen Katheter und stabilisierten ihn mit Sandsäcken und weckten ihn wieder auf. Michael hatte sich einen Beckenbruch erlitten. „Wir haben ihnen einen Katheter gelegt, bitte bewegen Sie sich nicht. Der Arzt kommt auch noch und bespricht mit Ihnen die Operation.“ Sagte eine Schwester. Michael hatte mithilfe der Medikamente ruhig geschlafen. Am nächsten Tag wurden die Knochen-teile mit einem Art Gestell an ihre richtige Stelle gebracht und verschraubt.

Jürgen kam ihn täglich besuchen, da er ein ziemlich schlechtes Gewissen hatte, er hat gewisser-maßen den Unfall verursacht, und war bis auf eine Platzwunde unverletzt. Michael wurde sobald er transportfähig war, nach Frankfurt gefahren, wo ihn Julia endlich besuchen konnte. Sechs Wochen hatte Michael strickte Bettruhe bis das Gestell endlich entfernt wurde. Ab diesem Zeitpunkt war Training angesagt.

Eines Morgens kam eine Schwester mit einer Windel auf dem Arm an Michaels Bett, sie entferne den Katheter, und legte ihm eine Windel an: „Sie sind jetzt 6 Wochen nicht aufs Klo gegangen, da ist es schon besser so. Ich hörte Sie hatten schon vorher Probleme.“ Michael erwiderte „Danke“. Da stand schon die Krankengymnastin in der Tür: „ich sehen Sie haben ja den Beutel los, da können wir ja andere Übungen machen“ „Wir“ dachte Michael „fang ruhig schon mal an“. Kaum war er ein paar Schritte gelaufen, spürte er wie sich die Windel füllte. Er konnte, und wollte nichts dagegen tun. „Ich glaube, ich bin eben ausgelaufen“ sagte er „Das macht nichts das müssen die Pampers aushalten, dafür sind sie ja da!“

Als er wieder im Bett war klingelte er der Schwester, die ihn ohne zu zögern eine neue Windel anlegte. Mi-chael wollte gar nicht wissen, ob es vom Unfall kam oder von seiner Neigung, er lies im-mer laufen wenn er Druck verspürte, und die Schwestern machten ihn wieder frisch. Zwi-schen dem Ende des Krankenhausaufenthaltes und dem Beginn der Kur lag eine knappe Woche, die Michael zuhause verbringen wollte. Am Entlassungstag war Julia etwas früher gekommen, und packte seinen Koffer. Da kam die Schwester herein mit mindestens 10 Windeln auf dem Arm. Die Windel gab sie Julia, mit dem Hinweis, die seien fürs erste, bis der Arzt ein Rezept ausstellen könne. Dann wurde Michael unter heftigen Protest in einen Rollstuhl gesetzt und zum Parkplatz gerollt. Er stieg ins Auto, alles etwas langsam, und sie fuhren nach hause. „Das mit dem wickeln machst du doch selber?“ wollte Julia wissen, „Ja, vielleicht brauch ich am Anfang noch Hilfe.“

In dieser Woche redeten Michael und Julia nicht viel, Michael machte Spaziergänge um seine alte Kondition wiederzuerlan-gen. Julia ging wieder Arbeiten, Michael merkte, es war ihr alles irgendwie lästig. Er war richtig froh als er zur Kur fahren konnte.

 

Ein neuer Anfang

Die Kurklinik war ein großes Gebäude Haus mit viel Glas. „Sie bekommen Zimmer 123, hier ist der Aufzug, 1.OG rechts“ sagte freundlich die Dame an der Rezeption. Michael nahm den Schlüssel und sein Gepäck, ging zu seinem Zimmer. Es war auch ein heller freundlicher Raum, man konnte hinunter ins Tal schauen obwohl das Zimmer im 1. OG war. Im Bad stand eine Große Tonne mit einem Müllsack darin. Als Michael das sah, musste grinsen, „Mal schauen ob sie an alles dacht haben!“ Tatsächlich im Schrank lag ein ganzer Stapel Windeln, und unter dem Leintuch im Bett war ein Matratzenschutz.

Abends wurde gemeinsam im Speisesaal gegessen. Michael wurde an einen Platz gesetzt, wo schon drei Frauen saßen, zwei davon saßen im Rollstuhl.

Man stellte sich vor Marina, Barba-ra und Esther. Sie wollten alles von ihm wissen, wie er hier herkam, was passiert ist und so weiter.

„Bis du auch Inko“ wollte Esther wissen, sie war die älteste am Tisch und saß nicht im Rollstuhl, „Bitte was?“ fragte Michael zurück. „Inkontinent“ sagte Esther genervt. „Ja“ sagte Michael, „Ich auch“, sagte Barbara, „aber daran werde ich mich nie gewöhnen. Dass ich meine Beine kaum spüre kann ich verschmerzen, aber gewickelt zu werden wie ein Baby, dass geht gar nicht!“ „zwei Drittel der Leute hier sind inko.“ gab Ester zu verstehen, „aber ein Drittel nicht!“ sagte Barbara und rollte davon.

Michael ging auf sein Zimmer schaute noch etwas fern und ging ins Bett, nicht ohne die große Tonne zu benutzen.

Am nächsten Morgen als er zum Frühstück ging, waren seine drei Damen schon fast fertig, obwohl noch genügen Zeit gewesen wäre. An seinem Platz lag eine Art Stundenplan, wo und wann er zu sein hat, Gymnastik, Ernäh-rungsberatung, Krafttraining und Schwimmen. „Schwimmen, wie soll das gehen“ dachte er bei sich und begann zu Frühstücken. „Was hast du alles auf dem Programm“ wolle Barba-ra wissen. Wortlos zeigte er ihr den Plan, „oh gut, bei der Ernährungsberatung sind wir zusammen, holst du mich ab?“, „ja, wenn du mir sagst wo?“ „in meinem Zimmer, 218“, „OK“

Als erstes nach dem Frühstück gab es Gymnastik: Laufen, Treppensteigen, wieder Laufen, und ein wenig rat fahren auf dem Standfahrrat.

Das Krafttraining war hauptsächlich für die Beine, die anderen hatten schon richtig Gewichte dran, bei Mi-chael sauste das Gegengewicht fast leer auf und ab, es tat aber trotzdem höllisch weh.

Dann kam das Mittagessen, danach schwimmen.

Michael meldete sich in der Schwimmhalle, der Bademeister musterte ihn und gab ihm einen art Taucher-anzug. „Probieren sie den mal aus ob der passt.“ Michael nahm ihn und ging in die Kabi-ne. Mit aller Kraft zwängte er den Anzug über seine Windel und zog den Reisverschluss zu. Dann ging er in die Schwimmhalle. Fast alle Leute die im Wasser waren hatten so ei-nen Anzug oder einen ähnlichen. Er ging hinein und schwamm ein paar Runden. Die Be-wegungen taten gut nach der Anstrengung im Kraftraum.

Danach holte er Barbara ab und sie gingen zur Ernährungsberatung. Sitzen und zuhören das war zuviel für den ersten Tag, Michael schlief ein. „aufwachen, der Kurs ist fertig“, „ach Gott habe ich ge-schlafen?“ „so war der Vortrag auch“. Nur gut dass er Barbara in ihrem Rollstuhl schob, er wäre sonst vor Müdigkeit umgefallen. Barbara musste ein paar Mal sagen: „Jetzt rechts“ oder „Jetzt links“ sonst hätte Michael sie gegen die Wand geschoben.

Barbara und Michael saßen noch auf der Terrasse, da fragte Michael „du findest es so schrecklich in-kontinet zu sein?“ „Ich muss mich damit abfinden, aber Esther regt sich immer so schön auf“ „Marina sagt eigentlich nicht viel“ „wenn sie zwei Worte mit mir gesprochen hat, ist das viel. Wenn du mich stützt, könnte ich mal zwei schritte gehen“. Michael half ihr aus dem Rollstuhl zu kommen und sie liefen ein paar Schritte. „Du hast einen festen Griff“, sagte sie, „Ich will nur dass dir nichts passiert“

An einer Bank angelangt setzten sie sich: „Was macht deine Frau?“ und setzte nach „du bist doch verheiratet, du trägst ei-nen Ring“ „ich habe meine Frau seit dem Unfall kaum gesehen, ich glaube sie kommt meiner inko nicht zurecht.“ „das geht vielen so. mein Mann hat mich deswegen verlassen“. „Wie sieht es bei deinen Kolleginnen aus?“ „Marina ist nicht inko und Esther war schon vorher allein“.

„Komm lass uns wieder reingehen“ sagte Barbera und Michael holte den Rollstuhl und sie setzte sich hinein. Michael schob sie bis an ihr Zimmer, und Barbara öffnete, „Komm noch einen Augenblick mit rein, die Leitung sieht es nicht gerne, wir sind schließlich erwachsen.“ Michael machte die Tür hinter sich zu. Barbara fuhr mit ihrem Rolli ans Bett, sie hatte ein Krankenbett, wie man es aus Krankenhäusern kennt, die Verstel-lung ging sogar elektrisch. Sie ließ das Bett ungefähr auf die Sitzhöhe des Rollstuhls und schwang sich auf die Kannte. „komm setz dich.“ Michael schaute sich um und bemerkte, dass in diesem Zimmer kein Stuhl stand. „hier“ sagte sie deutete auf das Bett. Unwillkür-lich legte er den Arm um ihre Hüften und sie erwiderte den Versuch. Beide Köpfe gingen zusammen und die Münder trafen sich. „du kannst mir helfen, dann muss ich es nicht ma-chen“, „was?“ „ausziehen! Im Schrank sind Windeln, aber das weißt du ja.“ Michael stand auf, öffnete den Schrank und nahm eine Windel heraus, „du kannst dir auch eine nehmen, wenn du willst“. Also nahm Michael zwei. Barbara hatte schon den Knopf an ihrer Jeans aufgemacht. Michael sog ihr die Hose aus darunter trug sie nur die Windel. Sie öffnete die Klebstreifen und Michael klappte sie auf. „In der Schublade sind Pflegetücher.“ Michael nahm eins heraus, und rieb ihr den Schambereich ab. Dann zog er ihr die Windel unter dem Po weg und schob gleich eine neue hin. Sie half dabei dass sie ihr Becken einwenig hoch streckte. Man sah dass es ihr Schmerzen bereitete. Zumal ihr Unterleib kreuz und quer mit OP-Narben übersäht war. „da unten funktioniert so einiges nicht mehr“ sagte sie, als sie sah, dass er ihre Narben betrachtete „aber das wichtigste geht noch“ sagte sie und begann zu lachen. Barbara zog sich hoch uns stülpte ihr T-Shirt über den Kopf und sagte „Komm bitte mach mal auf“, sie meinte den BH. Michael tat wie sie sagte, und zog das T-Shirt wieder herunter, und plötzlich zog sie den BH aus dem Ärmel und warf ihn durch den Raum.

„Sei nicht Böse dass ich dich nicht frisch machen kann, aber das geht be-stimmt auch irgendwann.“ Michael zog sich auch die Hose aus: Er trug über der Windel eine blaue Suprima-Hose. „Das sieht ja toll aus, wo bekommt man die?“ wollte Barbara wissen, „in jedem Sanitätshaus aber nur auf Bestellung“ er zog die Hose und die Windel aus ohne die Klebstreifen zu öffnen, und legte eine neue an. Dann ging er zu ihr ins Bett. Nach den anfänglichen Streicheleinheiten ging es dann zur Sache. Sie schliefen mit ein-ander. Irgendwie vergaßen sie sich die Windeln wieder um zu machen so war das Bett pitsch nass als sie aufwachten. „oh je“ sagte Michael „Nicht so schlimm“ sagte sie „die Putzleute sind schon daran gewöhnt außerdem ist es gleich 6:00Uhr ich stehe sowieso gleich unter die Dusche, schieb mal den Rolli her“ Michael zog sich an küsste Barbara nochmals heftig und ging hinaus und schlich in sein Zimmer. Barbara rollte in die Dusche setzte sich auf den Duschhocker und ließ das Wasser laufen.

Als Michael in sei-nem Zimmer angekommen war, legte er sich aufs Bett und zerwühlte die Kissen, und ging auch duschen, zog sich frische Sachen an und ging frühstücken. Marina und Esther saßen schon schweigen da, da sagte Ester „Wo hast du Barbara gelassen?“, „woher wissen sie das jetzt schon wieder“ dachte er, aber sie wussten es nicht es war nur dummes Gerede. Kaum hatte sich Michael mit seinem Tablett gesetzt, kam auch Barbara eingerollt. Sie lud sich das Tablett voll. Außer ein allgemeines „Guten Morgen“ sagte sie nichts. Aber Micha-el verspürte eine Hand auf seinem Knie.

So ging es jede Nacht bis Barbara die Kur beendet hatte.

 

Der Abschied

Barbara hatte nicht zuletzt mit Michael Hilfe große Fortschritte gemacht. Sie konnte am Stock gehen, und so gar einige Schritte frei. Es hat sich rumgesprochen, dass Michael und Barbara ein Paar waren. Also küssten sie sich in aller Öffentlichkeit als sie in das Taxi stieg dass sie zum Bahnhof fah-ren sollte.

Michael war fest entschlossen sie wiederzusehen und sich von seiner Frau zu trennen. Barbara und Michael telefonierten jeden Abend mindestens 2 Stun-den.

Nach einer Weiteren Woche war auch seine Kur zu Ende, und er musste heim. Auch er wurde mit einem Taxi zum Bahnhof gefahren.

Zu hause holte ihn Julia ab, sie schwiegen wieder die ganze Fahrt. Als sie wieder in der gemeinsamen Woh-nung waren wollte sich keine Wiedersehenfreude auf beiden Seiten einstellen, sie schwie-gen sich an. „Ich werde ausziehen“, sagte Michael unvermittelt. Julia sah kaum auf, fing aber an zu weinen, „Du hast jemand kennen gelernt!“, „Ja, aber du weißt nach dem Kran-kenhaus war es schon nicht mehr richtig, sie hat mir nur das Leben gezeigt, dass man trotz Behinderung ein fröhlicher lebensbejahender Mensch sein kann. Es hat nichts mit ihr zu tun, ich hätte dich in jedem Fall verlassen.“

Noch am selben Tag fuhr er in sei-ne Firma, da es sich um einen Betriebsunfall handelte. Jürgen begrüßte ihn als erstes und dann ging es zum Chef und zum Personalleiter. Der Personalleiter bat ihn zu sich „wir wis-sen durch Herrn Kurz (Jürgen) was mit Ihnen los ist, sie können immer zu uns kommen wenn irgendetwas ist. Wenn Sie wollen machen Sie nur noch Innendienst.“ „nein“ sagte Michael „sobald ich kann möchte ich wieder Außentermine wahrnehmen. Ich war zulange eingesperrt. Außerdem muss ich zuhause raus. Mit mir und meiner Frau geht es nicht mehr.“ „wegen dem“ „auch“.

Eigentlich brauchte Michael keine Wohnung, denn er war sowieso ständig auf Achse. Am Wochenende fuhr er sooft er konnte zu Barbara, nach Hannover.

 

Der Absturz

Eines Tages eröffnete sie ihm, dass sie zu ihrem Mann zurückgehen würde, sie hätten sich ausgesprochen. Ein herber Schlag, denn er hielt Barbara für die Liebe seines Lebens.

Als noch Michaels Firma Pleite ging war er ganz am Boden, ohne Heimat ohne Geld, ohne Perspektive. Er war doch im-mer noch mit Julia verheiratet, so zog er zurück in die gemeinsame Wohnung. Sie war groß genug, dass beide ein eigenes Schlafzimmer bekamen, so lebten sie in einer Art Wohngemeinschaft. Michael führte den Haushalt und musste zeitweilig Julias üble Launen ertragen. Er hatte sich sein Leben anders vorgestellt. Julia war sowieso kaum noch zu Hause, sie war sehr oft bei ihrem neuen Freund. Eines Morgens, als der die Post sortierte fand er einen Brief von einem Anwalt: Julia hatte die Scheidung eingereicht. Defacto leb-ten sie schon getrennt, aber Julia gab ihm immer noch Geld für die Haushaltsführung, das hätte jetzt ein Ende.

Die Wohnung wurde aufgelöst und Michael stand gewisser-maßen auf der Strasse.

Michael zog durch die Lande, bis das Geld alle war. Dann beantragte er Harz IV, denn er war mit der Vorgeschichte nicht mehr vermittelbar. Er wohnte in einem dreckigen Mietshaus, im Tal der flachen Dächer, wie man es nannte, wo fast jede Nacht die Polizei kam um für Ruhe zu sorgen. Meistens frühstückte er am Kiosk, bei zwei Flaschen Bier und einer Schachtel Zigaretten, da las er die immer die Inserate in der Stadtzeitung.

 

Unerwartete Hilfe

Eines Tages sah er die An-kündigung, dass in seiner Stadt eine neue Fetish-Kneipe eröffnet hat. Verstohlen versuch-te er sich die Adresse einzuprägen. Am selben Abend kratzte er all sein Geld zusammen um den geforderten Eintritt von 15€ bezahlen zu können, zog seine beste Hose und sein bestes Hemd an und fuhr mit der Straßenbahn hin.

„Soll ich wirklich?“ haderte er mit sich, aber er wollte sich auch mal was gönnen, schon lange benutzte er die Billigwin-deln, die er von der Krankenkasse aufgrund seines Unfalls bezahlt bekam.

Er gab sich einem Ruck und ging hinein. Der Türsteher musterte ihn von oben bis unten ließ ihn aber rein, und er bezahlte. Er kam in einen dunklen Raum, in dem kleine Bistrotische standen. An der Wand war eine wuchtige Bar. Hinter der Bar sah man in einen hell er-leuchteten Raum, der Küche. Dort klapperten zwei Köche mit dem Kochgeschirr, um zu zeigen, wie viel sie zu tun hatten. Es war aber nicht viel los, an der Bar saßen zwei in phantasievollen Kostümen gekleidete Frauen und kicherten. Sie beachteten ihn aber nicht. An den Wänden hingen allerlei Gerätschaften: Peitschen, Handschellen, aber auch Cor-sagen und Windelhosen über einer schwarz glänzenden Tapete, oder war es sogar auf Rahmen gespannte Lackfolie. Es gab auch Fenster, die einen Blick ins Freie zu ermögli-chen schienen, aber das Panorama war nur aufgeklebte Fotoplakate. Michael setzte sich verstohlen an die andere Seite der Bar. Plötzlich kam eine Frau aus der Küche und schloss die Schiebetür. Sie trug eine Minnikleid aus weißer Lackfolie halterlose Strümpfe und ein Schwesternhäubchen über einer leuchtend roten Perücke und um den Hals ein Stethoskop. Beim Laufen spitze ein Spitzenhöschen unter dem viel kurzem Minikleid vor, und es hatte den Anschein, als ob sie unter dem Höschen Windeln trug. „Hier bin ich doch richtig“ dachte Michael als die Frau auf ihn zu ging. „Hallo, kleiner“ sagte sie mit klarer Stimme, was magst du trinken, oder magst du auch ne Kleinigkeit essen?“ Sie musste sich zu Michael herunterbeugen, da der Boden hinter der Bar erhöht war. Michael hatte zwar Hunger, aber die Preise verdarben ihm den Appetit. Er bestelle ein Bier.

 

„Ich glaub es nicht“ sagte sie plötzlich als sie ihm das Bier brachte „wie lange ist das her?“ Michael verstand nicht, und das schien man ihm anzusehen „30 Jahre“ Michael verstand immer noch nicht und glaubte an eine Verwechslung „Du siehst aus als ginge es dir nicht so gut, was ist passiert?“ Als von Michael immer noch keine Antwort kam, sagte sie „Ich bins, Charlotte, ich habe dich auch nicht gleich erkannt“. Jetzt hellte sich sein Ge-sicht auf als hätte jemand das Licht angemacht: „Charlotte“ wiederholte er, an dich hätte ich zuletzt gedacht. Ich dachte du lebtest mit deinem Mann und den zwei Kindern in einem Reihenhaus irgendwo im Süden der Republik?“ „mein Leben ist auch nicht gradlinig ver-laufen“. Und sie erzählte ihm die Geschichte. Sie machte ihre Ausbildung fertig, und arbei-te in dem Jugendheim. Irgendwann hatte sie die Gängelungen ihrer Eltern, insbesondere ihres Vaters, satt und verließ die Anstalt und begann als Kellnerin in verschieden Kneipen zu jobben. Es waren auch verschiedene Erlebniskneipen auch Fetischkneipen dabei. Denn das Windeltragen hatte sie nie wirklich aufgegeben, sie ist nur vorsichtiger gewor-den. Nach dem ihre Eltern kurz nach einander gestorben wahren, nahm sie das ererbte Barvermögen und richtete sich diese Kneipe ein.

Als Michael seine Geschichte erzählen wollte unterbrach sie ihn: „Du bist heute Abend mein Gast, such dir was zu Es-sen raus“.

Immer wieder verschwand Charlotte um andere Gäste zu bedienen, denn der Laden begann sich zu füllen. Die Gäste kamen in Straßenkleidung, aber auch in Fetish-Outfit. Einige kamen sogar als Baby verkleidet, mit einem dicken Windelpaket drun-ter. Sonst war eher Lack und Leder angesagt. Später gegen Mitternacht war es richtig brechend voll und Charlotte hatte keine Zeit sich mit Michael zu unterhalten, da fühlte sich Michael genötigt sich hinter den Tresen zu stellen und Charlotte bei ihrer Arbeit zu helfen. „Danke“ sagte sie „aber so kannst du nicht hinter dem Bar stehen: Geh hierdurch,“ sie zei-get auf eine weitere Tür “da hinten ist ein Zimmer, such dir was zum Anziehen aus!“

 

Michael ging in einen dunklen Gang und suchte den Lichtschalter, sah aber, dass am Ende des Flures Licht aus einem schmalen Türspalt kam. Er ging vorsichtig den Flur entlang und stieß die Tür auf. Ringsum standen Kleiderständer mit absonderlich-sten Kostümen, aus allen möglichen Materialien, PVC, Lack, Leder, und Gummi. Er sah die Sachen durch und entschied sich für ein weißes Lack-Ärzteoutfit. Er sah auch ein Pa-ket Nachtwindeln liegen, nahm eine und legte sie an, darüber die Arzthose, sie ging fast nicht zu, jedenfalls schaute die Windel oben raus, Kittel über den nackten Oberkörper eine Stirnlampe auf den Kopf. „Das passt“ dachte er und sortierte noch seine Straßenkleidung. So kam er wieder in den Gastraum zurück und es war noch voller und lauter geworden. Charlotte, die ihn sah hob nur kurz den Daumen, als Anerkennung, und die Arbeit be-gann.

Gegen 4:00 leerte sich der Laden wieder, und als alle gegangen sind, nahm sich jeder noch eine Cola und sie setzten sich an eine der Tische unterhalb der Bar. Nach und nach gingen auch die Angestellten. „wie geht es dir jetzt, was machst du?“ wollte Charlotte wissen „Arbeitslos, meine Firma ging pleite, und nach dem Unfall, will mich kei-ner mehr, geschieden aber sonst gut!“ „Ich dachte, du würdest deinen Weg machen.“ „Sah am Anfang auch so aus.“ Sie saßen sich an einem der Tische schräg gegenüber, jeder in weiß, jeder seine wunden Füße auf den gegenüberliegenden Stuhl gelegt. Als sie beide ihre Gläser leer hatten und keiner mehr Lust hatte an die Bar zu gehen und nachzuschen-ken sagte sie „wenn du willst kannst du bei mir arbeiten.“ „muss ich mir noch überlegen“ gab Michael zur Antwort, denn mit Sicherheit würde sie ihn schwarz beschäftigen wollen, wenn das die Arbeitsagentur mitbekommt ist eine Strafe fällig. „Nicht was du meinst.“ Sie schien seine Bedenken erraten zu haben „Ich mach dich zum Teilhaber, du hast noch was gut bei mir, mehr als ich mit einem Abendessen abgelten könnte, ohne dich stände ich nicht wo ich jetzt bin. Morgen reden wir noch mal darüber. Ich schließe noch ab dann fahre ich dich nach hause“.

Sie schleppten sich in das Umkleidezimmer und zogen sich aus. Unter ihrem Lack-Outfit trug sie tatsächlich Windeln. Sie hatte keine Scham sich in seiner Gegenwart die Windel auszuziehen. Sie sog sich eine normale Unterhose an eine Jeans und ein T-Shirt. Michael ließ die Windel an zog seine Normalen Sachen drüber. „Brauchst du sie jetzt“ fragte sie als er sich gerade seine Hose zumachte. „Ja und nein, ich habe es seit meinem Unfall nie wieder ohne probiert. Ich musste gewissermaßen, da es alle wussten und mich für inkontinent hielten. Außerdem bekomme ich sie jetzt von der Krankenkasse.“

Charlotte überprüfe nochmals alle Türen und sie gingen zum Parkplatz, es stand nur noch ein Auto in der Dämmerung, eine Mercedes S-Klasse in Sil-ber. „Ist das dein Auto?“ fragte Michael, „Ja, warum?“, „der passt so gar nicht zu dir“, „Ge-nau, den habe ich von meinem Vater geerbt, und keiner wollte ihn haben, da habe ich ihn behalten.“

Sie stiegen ein, und fuhren los, als sie in Michaels Straße einbogen, sagte Charlotte: „was

für ne Gegend!? – Ich hole dich morgen ab, ist das ok? - So um 15:00 Uhr?“ „Ja“, „Dann

überlegen wir uns was“.

 

Der Fe-tischladen

Pünktlich am nächsten Tag stand Charlotte bei Michael und hupte, er sprang unter den verblüfften Augen der anderen Mieter in das Auto und sie brausten da-von.

Die ging einige Wochen so: Charlotte holte ihn ab, und Michael stand in im-mer anderen Outfits hinter der Bar, mal als Baby, mal als Dracula, oder auch in einem PVC-Overall, unter dem man die Windel deutlich sah.

Geld hatte er die ganze Zeit nicht gesehen, und als er Charlotte darauf ansprach, sagte sie „Morgen hole ich dich schon um 10:00 Uhr“.

Am nächsten Tag fuhren sie nicht in die Kneipe, sondern zum Notar: Michael wurde mit allen Rechten und Pflichten zum Teilhaber in Charlottes Unternehmen eingetragen.

Er gab seine Wohnung auf und zog zu Charlottes El-ternhaus, denn als Teilhaber kann man nicht in so einer Bude hausen. Die Möbel ver-schenkte er an seinen Nachmieter. Charlottes Haus war spärlich möbliert, denn sie hatte auch alle Möbel ihrer Eltern verkauft aber noch keine Zeit gefunden, neue anzuschaf-fen.

Das Geschäft stand im Vordergrund, und hatte alle Barmittel verschlungen, der Erlös pro Abend, mehrere Tausend Euro entschädigte für vieles. Fetisch war wahr-scheinlich im Trend. Es wurde ein Lieferwagen angeschafft, um selbst im Großmarkt ein-kaufen zu können, das billiger war als die Lieferung. Das war zukünftig Michaels Aufgabe. Für Bier und Cola gab es feste Verträge.

 

„Was ist wenn wir Themen-abende ausrichten?“ wollte Michael wissen als sie wieder an dem kleinen Tisch saßen, die Beine auf den Stühlen, nur diesmal in die gleiche Richtung und sie hatte ihren Kopf auf seine Schulter gelegt. „Du bist auch Chef, mach doch mal!“ bekam er zur Antwort und die Diskussion war beendet. Charlotte war zu müde für eine lange Unterhaltung. Michael durchforstete das Internet nach Lieferanten von Fetischartikeln, die bereit waren Ihre Pro-dukte in einem solchen Umfeld zu präsentieren. Einer war begeistert, und hatte eine sol-che Präsentation bereits durchgeführt. Sie kamen mit so viel Equipment und etlichen Mo-dels, die ganze Kneipe in ein Fetischkaufhaus umgebaut. Lautsprecher wurden an eine Musikanlage angeschlossen. Ein transportabler Laufsteg wurde quer durch den Laden aufgebaut. An diesem Abend, musste das erste Mal die Tür abgeschlossen werden, denn so viele Mensche konnten der Laden nicht fassen, obwohl die Tische und Stühle durch Stehtische ersetzt wurden.

Beim Geldzählen am Abend sagte Charlotte: „Noch zwei Abende und wir können uns zur Ruhe setzen.“ Das war natürlich übertrie-ben.

Mach weiteren Abenden überlegte Charlotte: „Wir könnten doch einen festen Shop einrichten, da sparen wir uns den Stress mit dem Umbauen. Und wir verdienen auch noch an den Sachen!“ „Wir könnten ihn in der hinteren Ecke, da wo sowieso kaum jemand sitzt einrichten, da habe ich auch schon dran gedacht“ antwortete Michael.

Am nächsten Tag wurde schon der Gläser bestellt, er sollte eine Glaswand mit Tür einbauen, so dass ein Ladengeschäft innerhalb der Kneipe entstehen konnte.

Nach einer Woche Bauzeit konnte der Laden eröffnet werden. Die Ladeneinrichtung wurde einem Kleidergeschäft abgekauft, das kurz zuvor aufgegeben hatte. Kleiderstangen Schränke und zwei Umkleidekabinen. Schön war, da der Laden innerhalb der Kneipe war, musste nicht auf Diskretion geachtet werden, man konnte vom Schaufenster direkt in denn Laden schauen. Trotzdem hatte Michael eine Vorhang hinter den Schaufenster anbringen lassen, der zugezogen werden konnte wenn z.B. Ware eingeräumt werden sollte oder beim Um-dekorieren.

Das Angebot erstreckte sich von Windeln und Gummihosen aus PVC oder auch Gummi über Lack- und Lederbekleidung zu Fesseln, Seile und Peit-schen.

Die Leute kamen, sahen und kauften. Der Laden war Michaels Aufgabe, er konnte wenn nicht viel los war den Laden abschließen und in der Kneipe an der Bar Ge-tränke ausgeben, er war dann sofort zur Stelle, wenn jemand etwas kaufen wollte. Der Laden war ein echter Blickfang.

 

Bis ans Ende der Welt

 

Charlotte und Michael genossen die spärliche Zeit zusam-men.

Eines Abends, als Michael erschöpft neben Charlotte im knarrenden alten Bett lag, sagte er: „Magst du dich erinnern an die Zeit als wir vor vielen Jahren, gegen den Willen deiner Eltern, ein paar Urlaubstage zusammen verbrachten?“

Charlotte ki-chert. „Selbstverständlich. Damals hatte ich während des Nachtessens auf das Stuhlkis-sen gepinkelt. Das werde ich wohl nie vergessen“.

Michael lacht auch und seufzt. „Das war eine schöne, aber viel zu kurze Zeit. Damals mussten wir uns richtig überwinden in ein Sanitätsgeschäft rein zu gehen. Und heute…?“ Michael bricht ab und blickt Charlotte sehnsüchtig an. „Heute bedienen wir die Leute. Hören uns verrückte Geschichten von jun-gen Leuten an, die Windeln und Gummihosen für ihre Oma kaufen wollen“.

„Wir leben nur noch für andere“, stellt Charlotte fest und legt ihre Hand auf Michaels Windel, der gerade in die frisch angezogene Nachtwindel nässt. „Wir haben viel zu wenig Zeit für uns. Wann habe ich das letzte Mal gespürt wie du einnässt? Es ist immer noch herrlich und macht mich ganz kribbelig. Wann habe ich dich das letzte Mal gewindelt? Wann hast du mich das letzte Mal gewindelt? Wann haben wir das letzte Mal unser eigenes Leben gelebt und sind nicht hinter irgendwelchen Geschäften her gerannt. Leben am Tag und nicht in der Nacht, das wäre genau was ich jetzt bräuchte. Den Sonnenschein auf meiner Haut spüren, würde ich unheimlich gerne wieder einmal erleben und zeitlos den Strand entlang gehen?“.

„Stimmt, das ist noch verrückter, als Windeln für Großmütter zu kaufen. Vielleicht sind wir selber zwei Verrückte. Wir haben uns längst daran gewöhnt, aber freiwillig Windeln zu tragen ist wirklich etwas, was von der Normalität abgerückt. Was machen wir eigentlich noch hier? Wir liegen in diesem knarrenden alten Bett, weil wir kei-ne Zeit haben uns ein neues zu besorgen und träumen von früher. Früher als wir wenig hatten, aber Zeit füreinander“.

„Die vergangenen Zeiten machten uns reich, Mi-chael“, erwidert Charlotte.

„Sind wir das?“ gibt Michael zurück. „bisher waren es nur Zahlen auf den Bankauszügen. Was machen wir aus unserem angehäuften Reich-tum?“

Charlotte schaut Michael von der Seite an. „Hast du nur genug vom Alltag oder auch genug von mir?“

„Ich würde mit dir ans Ende der Welt reisen. Ich würde alles für dich tun“.

Charlotte setzt sich in ihrem aufreizenden Nachthemd auf, dass Michael vor Müdigkeit die letzten Jahre kaum beachtet hat, und sieht ihm ins Gesicht. „Ich komme mit dir mit, wohin und wie lange du willst“. Sie lächelt. „Auch ans Ende der Welt!“.

 

Kommentare (3)add comment
Windelboy1981
...
geschrieben von Windelboy1981 , Mai 06, 2010

...einfach genial^^
Nur: "Lörrach" schreibt sich mit doppel-R :-))

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windeltommy
...
geschrieben von windeltommy , Mai 22, 2010

einfach genial eine wunder schöene geschichte macht lust nach mehr
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geschrieben von fips , August 18, 2010

wunderschöne geschichte
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Aktualisiert ( Mittwoch, den 04. November 2009 um 15:08 Uhr )  

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